Die Ausstellung

GOOGLE IS YOUR FRIEND
Interaktive Ausstellung

Durch die Übersetzung eines digitalen Themas in den real-erfahrbaren Raum inszenieren wir die Macht hinter Google. In wie weit man dies als Bedrohung oder als Chance begreift, bleibt dem Besucher der Ausstellung selbst überlassen. Er trifft im Laufe der Ausstellung auf gleichermaßen unterhaltsame, wie nützliche und auch bedenkliche Fakten. Ein verantwortungsvoller und aktiver Umgang mit den eigenen Daten und eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex ist dabei unser Appell. Dabei gehen wir räumlich-architektonisch sowie inhaltlich-dramaturgisch vor und nutzen Computer-Interfaces, wandgroße Grafiken sowie Projektionen um Informationen erfahrbar zu machen.

Wie kann man sich die Ausstellung genau vorstellen: Der Besucher wird von uns zunächst spielerisch an das Thema herangeführt. Die Computer im Eingangsbereich erkennen Gesichter der eintretenden Besucher und sprechen diese an, um sie zur Interaktion zu animieren. Dem Besucher werden nun unterhaltsame Fakten über Google, Smartphones oder dem Internet präsentiert. Beispielsweise mietet Google keine Rasenmäher zum Mähen der Grünflächen auf dem Firmengelände, sondern Ziegen, da diese umweltfreundlicher sind und niedlicher aussehen – um nur einen dieser Fakten zu nennen. Mit jedem dieser Fakten wird gleichzeitig eine Frage zur eigenen Person, dem Nutzungsverhalten im Internet oder der Gebrauch von Smartphones gestellt. Je mehr man demnach über sich preis gibt, desto mehr Informationen erfährt man und desto höher ist der Unterhaltungswert. Zu Beginn der Interaktion mit dem Rechner wird via Webcam ein Foto des Besuchers aufgenommen, das anschließend in die Fußgängerzone projiziert wird.

Anschließend vermitteln Texte und Informationsgrafiken an den Wänden verschiedene Themenbereiche, die Google ausmachen: Die Google Doodles (welche man sich über einen QR Code auf seinem Smartphone anschauen und auch mit ihnen interagieren kann), Easter Eggs und die Geschichte von Google. Hier zeigen sich bereits die unglaublich riesigen Datenmengen, die heutzutage im Internet bewegt werden und nicht mehr in Gänze auf einer Wand darstellbar sind. Die Themen Google Maps, Streetview, Android, Google+ und Social Searching werden dann in ihrer formalen Gestaltung immer raumgreifender. Grafiken sind nicht mehr bloß an der Wand aufgezogen, sondern treten in einen räumlichen Dialog mit dem dem Besucher. So zeigen sich hinter der schlichten Oberfläche zum Beispiel komplexe Strukturen rund um Google+, dem Wert von Freundschaften im monetären Sinne, Social Search und den Veränderungen, die dies für die Suchergebnisse hat.

Durch Hinterleuchtungen und Projektionen werden schließlich die Höhepunkte der Ausstellung vermittelt: Cloud Computing und Google Bomben. Der Gang wird schmaler, die Decke niedriger und am Ende dieses Tunnels läuft der Besucher geradewegs auf eine große Projektion von sich selbst zu. So beginnt und endet die Ausstellung mit dem Besucher selbst. Er wird gespottet, dann erscheint »Google weiß wer Du bist«, was sich aufsplittet in die Orte, an denen man sich aufhält, die Freunde, die man hat, die Produkte, welche man kauft u.v.m. und zu einem konstruktiven Ende leitet: »Mach es Dir zu Nutze — Lass Dich nicht benutzen«.

In einem separaten Informationsraum stehen wir nicht nur persönlich stets Rede und Antwort, sondern man kann auch einige Bücher einsehen und querlesen, wenn man sich noch intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Bei den Büchern handelt es sich um den schriftlichen Teil der Diplomarbeit, ein Making-Of, welches die Entstehung der Ausstellung zeigt und natürlich das Buchprojekt »Google is your friend«, welches im Wintersemester 2010/2011 als Editorial Design Fachprüfung von uns erarbeitet wurde und als Ursprung der gesamten Diplomarbeit zu sehen ist.

Verbaut und verarbeitet wurden auf den 100 Quadratmeter Ladenfläche aus eigener Leistung rund 230 Quadratmeter Trockenbau-Platten, 80 Meter Kabel, 90 Quadratmeter Teppich, 84 Liter Farbe, 30 Quadratmeter Beschriftungs-Schnittfolien u.v.m. um die aktuellsten Zahlen zu nennen. Zur Inszenierung nutzen wir neben der architektonischen Gestaltung auch Licht, Projektionen und Physical Computing Elemente. Finanziert wurde dieses Projekt ebenfalls aus eigener Leistung. Das Unperfekthaus stellte uns die Räumlichkeiten für die Ausstellung und die Prüfungspräsentation zu Verfügung, die Folkwang Universität die drei Rechner im Eingangsbereich sowie einen Beamer. Wir danken an dieser Stelle vielmals dafür.

Fotos: Martina Kupferschmid

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