Die Hintergründe

GOOGLE IS YOUR FRIEND
Interaktive Ausstellung

Anke Willsch | Deborah Taranto
betreut durch Prof. C. Lazzeroni | Prof. P. Wippermann
Kommunikationsdesign
Folkwang Universität der Künste

Das Internet ist die Infrastruktur unserer Zeit. Es beeinflusst und verändert unsere Art zu Leben, zu Denken und zu Kommunizieren. Eine Auseinandersetzung damit ist notwendig um den Anschluss an das technische Leben und Innovationsprozesse nicht zu verlieren.

Google polarisiert als mächtigster Internetkonzern medial am meisten und steht in diesem Diplom exemplarisch für strukturelle Veränderungen im Internet und die persönliche Verantwortung gegenüber den eigenen Daten. Das in den Medien stark verbreitete Bild der »Datenkrake Google« schürt Ängste vor dem Verlust der Privatsphäre und schreckt viele Menschen davon ab sich auf technische Neuheiten einzulassen. Das Internet lässt sich nicht einfach abschalten oder ignorieren. Sein Haus bei Google Streetview verpixeln zu lassen oder soziale Netzwerke aus Angst vor individualisierter Werbung oder gar Datenmissbrauch zu verweigern, fördert keineswegs die eigene Privatsphäre. Es provoziert nur, dass man den Anschluss an das Internet und den künftigen Geschäfts- sowie Sozialstrukturen verliert. Vielmehr sollte man die Chancen dieser Dienste sehen und sie sich zu Nutzen machen, statt sie zu boykottieren. Denn genau dieses Verhalten ist vermehrt zu beobachten. Ein verantwortlicher und aktiver Umgang mit den eigenen Daten ist dabei unser Appell, den wir mittels im Raum inszenierten Informationen vermitteln wollen. Dabei gehen wir räumlich-architektonisch sowie inhaltlich-dramaturgisch vor und nutzen Computer-Interfaces, wandgroße Grafiken sowie Projektionen um Informationen erfahrbar zu machen.

Auch wenn wir dem Besucher offen halten, wie er die gesammelten Informationen für sich wertet, verstehen wir uns nicht einfach»pro« ohne die kritische Auseinandersetzung zu suchen. Ein kritisch-konstruktiver Ansatz ist dabei das, was uns interessierte um eine neue, andere Art zu bieten auf die man sich mit dem Themenkomplex beschäftigen kann. Wie Studien belegen, haben gut 50% der Deutschen keinen wirklichen Bezug zum Internet (Personen, die es ausschließlich beruflich nutzen mit eingeschlossen). Diese und jene, welche völlig unreflektiert sich im Internet bewegen, sind Zielgruppe unserer Arbeit. Medienkompetenz ist ein Thema, welches keine Personengruppen ausschließt. Zudem benötigt jede technische Neuerung konstruktive Weiterentwicklung. Gerade in Deutschland ist jedoch eine vermehrt negative und skeptische Haltung verbreitet. Diese und weitergehende Aspekte wurden in dem wissenschaftlich-schriftlichen Teil unserer Diplomarbeit behandelt und analysiert. In Kürze ist es daher als ebook erhältlich.

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